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Aktuelles


Resilientes Selbstmanagement – eine Führungsaufgabe der Zukunft

Der Beitrag von Jörg Pscherer beschreibt eine Online-Studie über gesundheitsorientiertes Selbstmanagement von Führungskräften mit Implikationen für die Unternehmenspraxis. Untersuchte Variablen sind Resilienz- und Persönlichkeitsfaktoren, subjektiver Führungserfolg und Selbstmanagementkompetenzen. Wichtigstes Ergebnis der Studie mit hoher Relevanz für die moderne Arbeitswelt: Selbstvertrauen und Gewissenhaftigkeit sind die besten Prädiktoren des Erfolgserlebens, jedoch achten Führungskräfte immer noch zu wenig auf die eigene Gesundheit.

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Mit Resilienz zum Erfolg

Gepostet von am Dez 30, 2014 in Aktuelles | Keine Kommentare

Eine gesunde Arbeitswelt zeichnet sich aus durch wenig Fehlzeiten und zufriedene, leistungsorientierte Arbeitnehmer. Eine Unternehmensführung, die Zufriedenheit als privaten Glücksanspruch und Ehrgeiz als Pflicht abwertet, ist veraltet. Eklatant gestiegene Krankheitszahlen fordern moderne Antworten, die individuelle Bedürfnisse und Nöte berücksichtigen. Wichtiger jedoch als die Frage, was krank macht, ist die Frage, was gesund erhält. Genau damit beschäftigt sich die Resilienzforschung – mit der Widerstandsfähigkeit des Organismus, sprich mit der Fähigkeit, auf Widrigkeiten angemessen zu reagieren, um die Gesundheit zu erhalten. (weiterlesen …)

Authentische Selbstführung

Gepostet von am Dez 8, 2014 in Aktuelles | Kommentare deaktiviert

Anmerkungen von Jörg Pscherer zu Schlachte´s Blog: “Ohne Selbst keine Innovation und kein Erfolg in komplexen Märkten”

Aus differentialpsychologischer Sicht kann ich den Beitrag des Coaching-Kollegen Christoph Schlachte bekräftigen und bestätigen, dass Menschen und Märkte, die ja auch Ergebnis rationaler und nicht selten irrationaler Entscheidungsprozesse sind, am besten funktionieren, wenn “Herz und Hirn” eine Einheit bilden. Dies heißt nicht konflikt- und frustfrei, aber nachhaltig authentisch. Die zitierte PSI-Theorie als die derzeit beste, weil umfassendste Persönlichkeitstheorie beschreibt genau die Informations- und Motivationsprozesse, auf die es ankommt: Ergebnis ist eine “selbst-“vertrauende Handlungsorientierung.

Der Begründer der modernen PSI-Theorie Julius Kuhl unterscheidet in der Theorie der Persönlichkeits-System-Interaktionen vier Systeme der Informationsverarbeitung:

•Intentionsgedächtnis (IG) –„Kopf“
•Intuitives Verhaltenssteuerungssystem (IVS) –„Bauch“
•Objekterkennungssystem (OES) –„Wächter“
•Extensionsgedächtnis (EG) –„Selbst“

Systemtheoretisch betrachtet spielt die Interaktion dieser vier Ebenen eine große Rolle für psychosoziales Funktionieren. Dabei kommt es gerade auch auf ein kohärentes, persönliche Erfahrungen nutzendes Kontext- und Selbstwissen im sogenannten Extensionsgedächtnis an: Im Unterschied zur sequenziell-analytische Aufmerksamkeit des Intentions- bzw. Absichtsgedächtnisses (Denken) ist die Aufmerksamkeit hier parallel-ganzheitlich (Fühlen). Sind jedoch die Absichten “überladen” (zu rational, zu wenig Intention bzw. Bauchgefühl), dann bleiben diese oft im Planen oder gar Grübeln “lageorientiert” stecken. Menschen mit gutem Zugang zu ihrem Extensionsgedächtnis (Selbst) zeichnen sich hingegen durch Flexibilität, Durchsetzungsfähigkeit und Gelassenheit aus. Motivationspsychologisch betrachtet sollte man beachten, das nicht Jeder gleich gestrickt ist: Neigungen, Kompetenzen und Kommunikationsformen sind individuell unterschiedlich – Denkt der Eine gern logisch und kontrolliert, braucht der Andere eher Freiraum und der Dritte fühlt sich am wohlsten mit viel Gruppenharmonie.

Authentische Selbstführung nutzt handlungsorientierte Motivationspotenziale eines proaktiven “Ich” im Spannungsfeld innerer und äußerer Ressourcen wie auch Begrenzungen. Die Persönlichkeitspsychologie spricht von dynamischer Person-Situation-Interaktion und meint umgangssprachlich die Möglichkeiten des Individuums, bewusst planend und aktiv Einfluss zu nehmen auf seine Umwelt mittels eigengesteuerten und selbstregulierten Handlungsoptionen. Aus biopsychosozialen Wechselwirkungen ergeben sich auf Mikro- und Makroebene (Person, Team, Organisation, Markt usw.) optimalerweise positive Synergieeffekte, die sich wiederum günstig auf Motivation und Selbstwirksamkeit des Einzelnen auswirken sowie auch auf das Unternehmensklima: Aus einer starren reaktiven Verhaltenskultur kann sich so eine gestaltende Wertekultur entwickeln.

Negativszenario hingegen ist eine negativ motivierte Anpassungs- oder gar Unterwerfungskultur, die zumindest in der horizontalen Breite wenig Raum für Innovation und kreative Problemlösungen lässt, vor allem wenn auch noch wenig informelle, individuelle und kommunikative Gestaltungs- und Ruheräume (“stille Zeiten”) bestehen. Gerade streng leistungsorientierte Mitarbeiter und Führungskräfte reagieren darauf mit dem Risiko der Überforderung bis hin zum “ausgebrannten” Präsentismus (Dienst nach Vorschrift) und Absentismus (abwesend, krank). Starre Anpassung funktioniert laut Beratungsexperte Christoph Schlachte in einem starren Markt relativ gut: “Läuft das eine Zeit lang wirtschaftlich erfolgreich, dann lernt das Management, dass das wohl ein Erfolgsmodell sein muss.”

Und weiter: “Wo jedoch die Business Modelle eine kurze Halbwertszeit haben und immer wieder neue Marktbedingungen zu beobachten sind, sowie sich Kundenbedürfnisse schnell ändern, da brauche ich andere Möglichkeiten der Reaktion. Wenn da immer nach Schema X reagiert wird, dann wird es scheitern, wenn einer der Wettbewerber geschmeidiger reagiert. Beispiele dazu kennen wir alle: Nokia / Apple, Metz / (Samsung, …), Schlecker/ dm-drogerie markt, … Die Haupterkenntnis aus meiner Sicht ist, dass Prozesse und Strukturen Sinn machen und damit auch eine Organisation, die damit professionell umgehen kann. Doch dann braucht es dazu eine Art von Führung und Zusammenarbeit für komplexe Probleme und Herausforderungen, die eben nicht “Anpassung” und “Automatismen” belohnt sondern mitdenken, mit handeln und gestalten.” (zitiert aus “Schlachte´s Blog” zum Thema “Ohne Selbst keine Innovation und kein Erfolg in komplexen Märkten”.)

Ein interessantes Interview mit Professur Julius Kuhl zum Thema Motivation bei Führungskräften unter: http://bit.ly/1zkMUyc

Gesundes Leadership

Gepostet von am Mrz 24, 2014 in Aktuelles | Keine Kommentare

Leistung oder lieber Gesundheit?

Ganz klar – Gesundheit und Leistungskraft sind keine Gegensätze, sondern ergänzen sich im optimalen Falle. Dazu ist jedoch einiges zu berücksichten. Moderne Führungskräfte zeigen keine Scheu, Grenzen zu akzeptieren, Selbst- und Mitarbeiterfürsorge zu pflegen und trotzdem “auf ihre Zahlen” zu achten. Mehr in einem Beitrag von Jörg Pscherer für den Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW):

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Eingangstor Vertrauen

Gepostet von am Nov 28, 2013 in Aktuelles | Keine Kommentare

Business-Coaching ist eine persönliche Dienstleistung und ohne Vertrauen in eine tragfähige Arbeitsbeziehung nicht möglich. Das fängt schon bei der Auswahl des Coaches an. Was trägt zum Vertrauen bei und wie findet man den Richtigen?  (weiterlesen …)

Bucherscheinung

Gepostet von am Okt 25, 2013 in Aktuelles | Kommentare deaktiviert

Ressourcen

Das neue Ressourcen-Buch (http://www.dgvt-verlag.de/) ist erschienen … mit einem Beitrag von Jörg Pscherer über Selbstwirksamkeit (pp. 565-575):

“Dieses in der zweiten Auflage stark erweiterte Werk, in dem eine Vielzahl verschiedenster und renommierter AutorInnen zu Wort kommt, ist damit das Standardbuch für alle, die sich mit dem Thema „Ressourcen“ auseinandersetzen, sei es aus theoretischem Interesse oder für eine kritische Reflexion der eigenen psychosozialen Praxis.”

Gesunder Erfolg

Gepostet von am Sep 26, 2013 in Aktuelles | Keine Kommentare

Salutogenese ist das Gegenteil von Pathogenese, sprich Krankheitslehre. Der von Aaron Antonovsky geprägte Ansatz der Gesundheitsorientierung sieht vielmehr ein Kontinuum zwischen gesund und krank sowie den ganzen Körper-Seele-Menschen in seiner sozialen Umwelt. Der einzelne Mensch ist nicht entweder gesund oder krank, sondern bewegt sich auf einer Bahn. (weiterlesen …)

Leseempfehlung: Gunter Dueck – Das Neue und seine Feinde

Gepostet von am Aug 21, 2013 in Aktuelles | Keine Kommentare

Buchcover Das Neue und seine FeindeSchon komisch, oder? In der Werbung wirkt das Wort „neu“ auf die meisten Menschen magisch und anziehend, in Unternehmen aber setzt dasselbe Wort schnell heftige Abwehrreaktionen in Gang. Gunter Dueck beschreibt in seinem aktuellen Buch „Das Neue und seine Feinde“ sehr anschaulich und unterhaltsam die Prozesse, Akteure und Mechanismen, die dazu führen, dass Veränderung und Innovation in Unternehmen oft so schwerfällt. Als ehemaliger Cheftechnologe bei IBM kann er dabei auf einen wahren Schatz an Erfahrungen zurückgreifen und jeder, der in einem Unternehmen arbeitet, wird viele der beschriebenen Situationen und Prozesse wiedererkennen. Denn das Phänomen tritt bei kleinen wie großen Unternehmen gleichermaßen auf.

Das sonst so geliebte Neue hat in Unternehmen einen schweren Stand. Mit „neu“ assoziieren Management und Mitarbeiter häufig Probleme, unbequeme Veränderungen und letzten Endes eine Verschlechterung statt Verbesserung des Status Quo. Neben den wenigen Befürwortern und „Open Minds“, wie Dueck sie nennt, gibt es eine Mehrzahl von „Close Minds“ und Antagonisten. Diese wollen überzeugt werden, wollen erst einmal Ergebnisse und belastbare Prognosen sehen. In noch unerschlossenem Terrain ist dies aber oft schwierig. Also wird das Neue so lange abgelehnt, bis es in die Prozesse und Strukturen passt – nur ist es dann eigentlich nicht mehr neu.

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Nachschlag

Gepostet von am Aug 1, 2013 in Aktuelles | Kommentare deaktiviert

Kommunikationsdschungel

Die HAB-Strategie des achtsamen Reagierens im Kommunikationsdschungel. Oder die Queen-Elisabeth-Methode, die anders als vermutet, kein pures Aussitzen ist. Ideen und Tipps, um sich im Dickicht des Miteinanderredens am Arbeitsplatz zurechtzufinden – das bekamen die Teilnehmer des glasklar Kurzworkshops auf der Late Night der Grundig Akademie.

Visuelle Eindrücke des Abends, an dem es nicht nur um Wissensinhalte ging, finden Sie hier: Fotostrecke Late Night 2013

Die Präsentation mit Kommunikations-Tipps können Sie hier downloaden: PP-Kommunikation_LateNight-GA_110713_EV

Ankündigung

Gepostet von am Jul 11, 2013 in Aktuelles | Kommentare deaktiviert

Licht im Dschungel der Kommunikation. Schwierige Gespräche souverän meistern.

Ein Workshop mit Dr. Jörg Pscherer auf der Late Night der Grundig Akademie am 11. Juli.

Im Team treffen Meinungen und Erwartungen aufeinander und reiben sich aneinander. Dabei geht es gerade in Arbeitsgruppen oft weniger um Sachdifferenzen denn um die berüchtigte Beziehungsebene, die es zu steuern gilt. Hilfreich für Führungskräfte sind Kenntnisse über Kommunikationsebenen und Konfliktarten sowie Strategien wie richtiges Feedback und ein souverän-respektvoller Ton.

Wie erkennen wir giftige Pflanzen im Kommunikations-Dickicht? Welche Rolle spielen Landkarten und die „vier Ohren“? Die ewige Hoffnung der harmonischen Gruppe – oder: Wie löse ich Konflikte? Wehren gegen Killerphrasen. Nicht auch das noch: Metakommunikation.

Mehr zur Veranstaltung: http://www.ga-latenight.de/workshops/1_2_kommunikation.htm

Kollegiale Gespräche – Kommunikation am Arbeitsplatz

Gepostet von am Jul 4, 2013 in Aktuelles | Keine Kommentare

Welche Führungskraft war nicht schon einmal damit konfrontiert? Gut vorbereitet führt sie durch ein Meeting – sie versucht es zumindest, denn die Diskussion dreht sich im Kreis, Argumente werden herumgeschleudert, geht es überhaupt um die Sache? Dann auch das noch, ein Kollege greift plötzlich mit ausfallenden Worten an: „Was soll das Ganze … Sie haben doch keine Ahnung … und überhaupt … “.  (weiterlesen …)